Fractal Art und Abstract

 

Fraktale und ihre Bedeutung in der Computerkunst
Werkbeispiele Fractal Art und Abstract Art
Was sind Fraktale
Fraktalprogramme
Meine Fraktale Welt
Abstract Art

 

Fraktale und ihre Bedeutung in der Computerkunst

Fraktale sind die visuell dargestellten Strukturen, Farben und Formen aus den Formeln mathematischer Modelle. Ihr Variationsreichtum ist unter praktischen Gesichtspunkten unbegrenzt, vielleicht auch mathematisch unendlich. Sie haben bei entsprechender Auswahl ein überwältigendes, ja vielleicht einzigartiges Spektrum an Formen- und Farbenreichtum und Farbintensität. Ihre äußerst ansehnlichen Farbpräsentationen stellen manche Erkenntnisse der Farbenlehre in Frage. Es ist gerade diese einzigartige und durch Formeln unendlich variierbare graphische "Urgewalt", die fast alle Computerkünstler zumindest zeitweise in ihren Bann zieht.

Die Arbeit mit Fraktalen, die gezielte Erzeugung außergewöhnlicher Strukturen, Formen und Farben, das Kennenlernen einiger der von der Natur abgelauschten Geheimnisse der Selbstorganisation und die Erkenntnis, daß jedes erzeugte Element in mehrfacher Weise mit allen anderen Elementen der fraktalen Menge verbunden ist, führt sensible Menschen auch zu den grundsätzichen Fragen der Natur und zu philosophischen Aspekten des Lebens. Dies it ein weiterer Anreiz, sich mit Fraktalen in der Kunst zu beschäftigen.

 

Einige Werkbeispiele

Portrait

"Burning Fractal"
Original 70x70 cm, Folie auf Metall

"Decorative Shamrock"
Original 40x40 cm, PhotoRag 308g

Montage

Abstrakt

 

"Abstract 02"
Künstliche Landschaft, 40x40 cm, PhotoRag 308g
"Laserlight 105"
Simulation Ölfarben-Spachtel, A2, PhotoRag 308g

 

Was sind Fraktale ?

Der geniale französische Mathematiker Benoit Mandelbrot prägte den Begriff der fraktalen Menge oder kurz des Fraktals. Sie ist Bestandteil seiner "Fraktalen Geometrie der Natur", mit der er mit Hilfe mathematischer komplexer Formeln die "nicht glatten Mengen", vor allem viele der durch die bisherige Geometrie nicht erfassbaren Formen der Natur, beschreiben konnte. Er nannte das zugrundeliegende Prinzip "Selbstähnlichkeit". Beispielsweise erzeugt ein Baum tausende Blätter, die sich alle ähnlich, aber keineswegs gleich sind. So erzeugen Mandelbrots Formeln eine ggfls. unendliche Menge "selbstähnlicher" Strukturen. Der Durchbruch seiner Formeln gelang durch die Visualisierbarkeit der Ergebnisse.

In der Folge wurden die von Mandelbrot erarbeiteten "Mandelbrotmengen" von anderen Wissenschaftlern weiterentwickelt und heute gelten Fraktale besonders in der Chaosforschung (Selbstorganisation chaotischer Mengen) als Schlüssel zum Verständnis der dort stattfindenden Ordnungsprozesse. Aus dem Bedarf, diese Prozesse unter verschiedensten Gesichtspunkten visualisierbar zu machen, entstanden Programme, die in der Lage waren, mit unterschiedlichsten Farbgebungen, Beleuchtungsrichtungen und Strukturhervorhebungen die Ergebnisse z.B. einer einzelnen zugrundeliegenden Formel tausendfach variiert darzustellen.

 

Fraktalprogramme

Es konnte nicht lange dauern, bis sich Menschen mit Fraktalen alleine wegen ihrer grafischen Eigenschaften beschäftigten. Mathematiker schufen Programme, die vor allem das Ziel verfolgten, sich selbst und anderen den Zugang zu dieser Welt zu erleichtern. Beispielhaft sei hier Stephen C. Ferguson genannt. Er ist einer dieser Fraktalinteressierten, die es sich zur Aufgabe machten, mit immer neuen Programmen und Steuerungen die fraktale Welt zugänglicher und auch dem mathematischen Laien sichtbar zu machen. Seine Programme haben zigtausende Menschen in aller Welt mit Fraktalen bekannt gemacht und manche von ihnen für eine intensive weitere Beschäftigung damit begeistert. Ihm und anderen, deren Programme ich einsetzen durfte, sei an dieser Stelle herzlich Danke gesagt.

Wer sich für Fraktalprogramme interessiert sei hier allgemein auf das Internet hingewiesen. Eine Suche in den großen Suchmaschinen nach den Stichworten "fractal" und "program" bringt leicht einige hunderttausend Fundstellen.

 

Meine Fraktale Welt

Über die Jahre der Beschäftigung mit Fraktalen habe ich viele Programme kennengelernt. Besonders schätzen lernte ich einige Programme von Ferguson, die es ermöglichten, einen Zwischenstand aufzuzeichnen, der später wieder aufgerufen werden konnte und ein weiteres Tiefergehen in die durch eine Formel vorgegebene fraktale Landschaft zu einem anderen Zeitpunkt vorzunehmen. Ganz besonders attraktiv fand ich die Programme "Sterling" und "GrafZViZion". In vielen Programmen ist es möglich, eigene Formeln einzubringen und damit die Variabilität beliebig zu steigern. In nahezu allen Programmen wird die Speicherung eines beliebigen erzeugten Bildes unterstützt.

Nach teilweise nächtelangen Exkursionen in die fraktale Welt eines solchen Programms liegen dann einige oder sehr viele Bilder vor. Eine Auswahl aus solchen, oft wohl durch keinen zweiten Menschen auf der Erde gleich erzeugten Bildern dient als Basis für die weitere Bearbeitung, die sich bis zu mehreren hundert einzelnen Schritten, darunter manuelle Korrekturen, mit den Methoden des Photopaintings erstrecken kann.

Wer sich für den Formen- und Farbenreichtum der Fraktale interessiert, kann mir mit diesem Link auf eine Seite mit Beispielen unbearbeiteter Fraktale folgen - Fractal World.

 

Abstract Art

Abstrakte Kunst bringt Werke hervor, die durch Farb- und Strukturkomposition emotionelle Stimmungen oder ein "emotionales Echo" beim Betrachter auslösen. Sie haben kein Vorbild in der Realität. Ihre Wirkung scheint - ähnlich den Tonfolgen in der Musik - vor allem aus der Resonanz, die bestimmte Frequenzen erzeugen, erklärbar zu sein.

Es ist kein Zufall, daß ich abstrakte Digital Art in den Zusammenhang mit Fraktalen stelle. Sehr häufig basieren meine abstrakten Arbeiten auf "Erlebnissen", die sich beim Bearbeiten von Fraktalen ereignen. Fraktale mit ihrem überwältigenden Farben- und Strukturreichtum zeigen oft bei Vereinfachungen oder Auschnitten überraschend eindrucksvolle, sehr abstrakte Teilbilder, die eine eigenartige emotionale Wirkung auf den Betrachter ausüben. In solchen Fällen speichere ich das gerade erzeugte Bild oder ein Biddetail gerne in eine Sammlung ab, die ich gelegentlich, wenn ich den Bedarf nach der Beschäftigung mit abstrakten Arbeiten fühle, nach einem in die jeweilige Stimmung passenden Grundtyp durchsuche.

Viele meiner abstrakten Arbeiten haben allerdings keinen Bezug zu einer Herkunft aus Fraktalen. Einige entstehen sogar einfach duch Pinselstriche auf einem leeren "Papier" im Malprogramm.

 

 

Der Photopainter - Friedrich Rohrbach, 61191 Rosbach v.d.H., 06003 / 935 20 40

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