Photopainting

 

Was ist Photopainting?
Werkbeispiele
Ansätze und Methoden
Zeit- und Arbeitsaufwand

 

Was ist Photopainting ?

Eine der originellsten und mir aus dem Herzen sprechende Erläuterung gibt der Photopainting-Künstler Craig Goldwyn auf seiner Seite http://craiggoldwyn.com/artists_statement.html . Sie ist in englisch und beantwortet sehr viele Einzelfragen, die mit Kunst, Fotografie, Computerkunst und speziell Photopainting zu tun haben.

Derzeit ist der Begriff Photopainting international noch nicht eindeutig belegt und wird teilweise als Sammelbegriff für das Malen am Computer benutzt.

Wie bei jeder Kunst entsteht ein gutes Photopainting (das Werk) aus der gekonnten Umsetzung handwerklicher Methoden und dem gekonnten Einsatz geeigneter Werkzeuge, um eine Idee oder - allgemeiner - ein Kommunikationsziel zu visualisieren. Kunst kommt bekanntlich von Können - das ist auch bei digitalen Werken die Grundlage. Der wesentlichste Unterschied besteht darin, daß die Werkzeuge computerbasiert sind und die Methoden diese besondere Umgebung berücksichtigen.

 

Einige Beispiele zum Photopainting

Portrait

Portraitbild

"Kirschblüten" in zarter Aquarelltechnik

Montage

Blühender Kaktus "Königin der Nacht"

Abstrakt

"Gartenmohn"

Unterschiedliche Ansätze des Photopainting

Photopainting umfaßt viele ganz unterschiedliche Methoden, ein Bild zu kreieren. Beispiele:

  • Ein Werk entsteht durch von Programmen bereitgestellte Malwerkzeuge völlig neu ohne jegliche digitale Vorlage am Computer. Malprogramme, wie das bekannte Programm "Painter" bieten dabei ein vollständiges Spektrum an Werkzeugen und Anwendungen, die sich stark an die manuelle Maltechnik anlehnen, aber auch ganz typische Computerkunst, wie weichste Farbverläufe unterstützen.
     
  • Basierend auf digitalen Vorlagen ergeben sich wesentlich erweiterte Möglichkeiten des Photopainting (der Begriff leitet sich von dieser Verwendung digitaler Vorlagen ab).
     
    Eine Vorlage gibt Motiv, Perspektive und evtl. den Detaillierungsgrad vor. Solche Vorlagen werden häufig manuell auf Papier skizziert und eingescannt. Meistens kommen digitale Vorlagen jedoch aus Fotos, Filmen, anderen Computeranwendungen etc. Solche Vorlagen enthalten oft ablenkende, unnötige oder sonst störende Details und werden so lange verändert, bis sie dem vorgestellten Ergebnis in Motivzuschnitt, Detaillierungsgrad und Formen entsprechen.

    Grundsätzlich läßt sich die weitere Bearbeitung differenzieren:

    • Das neue Bild wird ähnlich dem vorlagenfreien Verfahren vollständig mit Hilfe von Simulationen von Pinseln, Kreiden, Schwämmen, Maluntergrund etc. auf dem Computer neu erstellt. Die Vorlage dient also nur als "Kopierpause".
       
    • Eine direkte Weiterbearbeitung der Vorlage kann mit Bildbearbeitungsprogrammen erfolgen. Hier dienen Filter (Effektfilter sorgen u.a. für Strukturen im Bild), Montagen aus verschiedenen Vorlagen oder Ausschnitten, Farb- und Konturbearbeitungen und viele andere Maßnahmen, die sich auf das Gesamte oder Teile des Bildes beziehen können, neben den ausgesprochenen Mal- und Zeichenwerkzeugen zur Anpassung.
       
    • Die gut vorbereitete Vorlage wird ausschließlich mit Programmen (programmierten Maltechniken) automatisiert in ein "gemaltes" Bild umgesetzt. Diese Variante ist eher selten und läßt nur ausnahmsweise das Kommunikationsziel optimal entstehen.

    In der Praxis verbinden sich oft diese drei vorlagenbasierten Ansätze zu den unterschiedlichsten Mischformen. Obwohl Photopainting seinen Schwerpunkt im "Realismus" bei durchaus auch surrealistischen, expressionistischen und anderen Ausdrucksweisen findet, lassen sich völlig abstrakte Kunstwerke durch Photopainting erzielen. Das Spektrum ist beliebig groß.

 

Zeit- und Arbeitsaufwand beim Photopainting

Der Arbeitsaufwand für Photopainting ist dem der herkömmlichen Maltechnik auf Papier sehr ähnlich. Ein Werk kann in weniger als einer Stunde entstehen oder tatsächlich Wochen beanspruchen. Wie bei herkömmlicher Arbeit verteilt sich eine lange Bearbeitungszeit unter Umständen auf mehrere Monate.

Es ist ein wesentlicher Vorteil des Photopainting, daß ein beliebiger Zwischenstand der Bearbeitung gespeichert und später neu interpretiert werden kann. So, wie Van Gogh immer wieder Bilder der Brücke von Arles malte, könnten völlig unterschiedliche Interpretationen aus gespeicherten Bearbeitungsständen der gleichen Vorlage herausgearbeitet werden. Einzelne Beispiele dazu finden sich auch in meiner Online-Galerie.

 

 

Der Photopainter - Friedrich Rohrbach, 61191 Rosbach v.d.H., 06003 / 935 20 40

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